Mit dem Ausbau der Strecken mußten die Eisenbahnen auch vom Arbeitsplatz nahgelegene Wohnmöglichkeiten anbieten. Außerdem wollte man im ausgehenden 1900 Jahrhundert damit die grassierenden Wohnungsnot etwas lindern. Zumal die Aussicht auf eine Anstellung im Staatsdienst mit zusätzlicher Wohnung auch damls schon etwas verlockendes hatte.

Unser Bild zeigt drei typische preussische Beamtenwohnhäuser inklusive der Nebengebäude für die Kleintierhaltung und Freiabtritt. Die war damals durchaus wichtig, zumal der nächste Kolonialwarenhändler selten in der näheren Umgebung ansässig war.

Ins Weichbild einer Kreisstadt gehört natürlich ein Industriegebiet. Und in diesem liegt die berühmte " Dampf Exportbier Brauerei Stargard ", die sogar ein Anschlußgleis aufweisen kann.

Diese Original Fliegeraufnahme zeigt rege Betriebsamkeit in der Brauerei, sowie deren Zufahrt.

Von der Straße erfolgt die Einfahrt durch diese Tor. Zwei PS genügen um das Edelgetränk zu den diversen Destillen der Stadt zu transportieren. Otto Schruppke, der ansässige Straßenkehrer und der Schupo nehmen davon keine Notiz.

Schnelltriebwagen wie dieser fahren im Berufs- und Vorortverkehr von Stettin aus kommend bis nach Belgard. In den Sommermonaten kann man, von den entlang der Hinterpommerschen Eisenbahn gelegenden Unterwegsbahnhöfen gut zu den ans Meer führende Stichbahnen gelangen.

Hp3 für den kurzen Nahgüterzug aus Arnswalde.

Dieses vierbegriffige Signalbild stammt noch aus der Länderbahnzeit und war bis zum neuen Signalbuch 1953 noch gebräuchlich. Es zeigt keine Geschwindigkeitsbeschränkung, sondern nur den in der Bahnhofsordnung vorgesehenden Fahrweg an. In Stargard gilt: Hp1 gerade Durchfahrt zum Hauptbahnhof, Hp2 Abzweig nach rechts auf das Bahnhofumfahrgleis für Güterzüge und Hp3 Abzweig nach links in den Verschiebebahnhof.

Hauptbahnhof Stargard an einem Nachmittag

" ALLE MAL HERHÖREN! WENN WIR DURCH DIE STADT MARSCHIEREN, HÖRT SICH DAS NICHT AN, ALS OB EINE ZIEGE AUF'S TROMMELFELL SCHEISST!! VERSTANDEN??"

"jaaa"

" VERSTANDEN?"

"JAWOLLL!!"

 

"Ach Frau Gerichtsrat, der deutschen Jugend kauft doch keiner den Schneid ab"

 

*Szene aus dem Film " Tadellöser und Wolff"

Am Bahnübergang tut sich etwas. Die Schrankenbäume sind geschlossen und der Fahrdienstleiter kann das Einfahrsignal auf Hp 1 stellen. Der Rückstau auf der Chaussee hält sich in Grenzen.

Liesel und Hans bei der Arbeit. Liesel zieht den Pflug, Hans, der Storch sucht Frösche und Wilhelm schwingt die Peitsche.

Neben den Holländer-, Wasser- und Mönchswindmühlen gibt es eben auch die Bockwindmühle, wie auf diesem Bild zu sehen ist. Diese Mühle mit ihren Jalousieflügeln ist im Gegensatz zu den mit Segeln oder Brettern bespannten Flügeln recht modern und auch komfortabel. Denn entsprechend der Windstärke kann der Müller die Angriffsfläche des Windes auf die Flügel von innen einstellen.

Als die Motorisierung auf dem Lande noch nicht so fortgeschritten war, mußte man per pedes zu seinem Ziel gelangen. So auch die alte Höckerin mit ihrer schweren Kiepe auf dem Buckel. Einfacher hatte es natürlich der Herr Rittergutsbesitzer mit seiner Kutsche, die im Gegenverkehr gerade den Sommerweg benutzt.

Nach dem erfolgreichen Kaufabschluß auf dem Viehmarkt gönnt sich unser Bäuerlein zuerst einmal ein Schlückchen. Auch die Kuh scheint Durst zu haben. Na, ob beide noch glücklich den heimaltlichen Hof erreichen werden?