Reichsbahn und Landschaft

Durch die ostdeutsche Grenzlandschaft

Der untere Lauf der Obra, die bei Schwerin in die Warthe mündet, durchzieht die Grenzkreise Meseritz und Schwerin ( Wathe ) an der polnischen Grenze. Das Bild zeigt diese Landschaft zur Sommerzeit bei Meseritz, wo verschiedene Nebenbahnen der Grenzmark zusammenlaufen.*

Soziale Fürsorge bei der Reichsbahn

Vielfach sind große Eisenbahner-

siedlungen, mitunter eigene Gemeinwesen mit Schulen und Kirchen entstanden. Umfangreiche Siedlungen befinden sich u.a. bei Nürnberg, in Frankfurt ( Oder ) und Oppeln, bei Berlin in Elstal, Seddin und Kirchmöser, im Rheinland in Grember, Mödrath, Jülich und Kreuzberg und in Baden in Weil- Leopoldshöhe bei Basel.*

Diebstahlbekämpfung bei der Reichsbahn

Streifer mit Diensthund " Rino"

Um zu Verhindern, daß sich Unbefugte auf Bahngebiet aufhalten, Lager, Schuppen, Wagen und selbst Züge während der Fahrt berauben und durch Beschädigung der Betriebsanlagen den Zugverkehr gefährden, hat die Reichsbahn einen besonderen Streif- und Überwachungsdienst eingerichtet. Neben der Überwachung durch das Personal der Bahnhöfe, Strecken und Züge gehen Streifer Tag und Nacht das Gelände der Bahnhöfe und Strecken ab. In ihrer Tätigkeit werden sie durch 550 ausgebildete Schutz- und Polizeihunde unterstützt, die alle in der Hand von sorgsam ausgelesenen und ausgebildeten Hundeführern sind. Zahlreiche gute Erfolge sind mit den Diensthunden erzielt, viele Räuber gestellt worden. Dieser planvoll ausgeübte Sicherheitsdienst ist bereits von nachweisbarem Erfolg gewesen. Während noch 1921 monatlich über 20.000 Diebstähle gezählt wurden, obwohl über 5.000 Kräfte im Überwachungsdienst beschäftigt waren, ist jetzt infolge der Tätigkeit von etwa 2.000 Streifendienstleuten die monatliche Diebstahlzahl bereits unter 3.000 herabgedrückt worden.*

Reichsbahn und Straßenverkehr

Wegebaken vor einem Wegübergang

Das rasche Anwachsen des Kraftwagenverkehrs hat auch wichtige Veränderungen im Straßenbild mit sich gebracht. Vor den höhengleichen Kreuzungen von Eisenbahn und Straßen werde, beginnend mit den Reichsstraßen, Ankündigungsbaken aufgestellt. Je 3 dieser Zeichen- rechts und links der Fahrbahn- in Abständen von etwa 80m aufgestellt- weisen eindrücklich darauf hin, daß die Gefahrenstelle immer näher rückt. Bei Dunkelheit leuchten die im Scheinwerferlicht der Kraftwagen rückstrahlenden roten Schrägstreifen warnend auf. Auch im Nebel sind die Baken gut sichtbar.*

Von Blumen und Bäumen am Bahndamm

Das Fahren im Eisenbahnzuge hat mannigfaltige Reize. Im Winter geht's durch schnebedeckte Fluren und tiefverschneite Wälder. Im Frühjahr, Sommer und Herbst zeigt sich die Natur dem Reisenden in voller Pracht. Bald fahren wir an munteren Gewässern entlang, bald kommen wir durch grünen Wald. Schnell wechselt die Lanschaft. Wir rollen durch tiefe Täler, an Hügeln und Berge vorüber, von denen uns Schlösser und Burgen zuwinken. Besonders schön sind die stillen Einschnitte des Bahnkörpers, wo Lupinien und Fingerhüte sprießen oder uns, wie auf dem Bild, ein wogendes Meer von Margariten empfängt.*

Aus dem Betriebe der Reichsbahn

Vom Lokomotivdienst

Gebändigt in ihrer Kraft stehen die Lokomotiven auf den Gleisen am Schuppen. Hohe Rauchsäulen stoßen sie in die Luft, ungeduldig, ihre Kräfte spielen zu lasse. Aus anderen Schornsteinen entschwinden die letzten Rauchschwaden, und bald findet die Maschine im Schuppen Ruhe von anstrengender Fahrt. Am Abend, wenn die Lokomotive von der Zugfahrt heimkehrt, rollt sie über Gleise und Weichen zur Kohlenladestelle; bevor ihr Feierabend anbricht, wird sie zur nächsten Fahrt versorgt, ihr Tender mit Kohlen beladen und mit Wasser gefüllt. Sind die verschlackten Roste gereinigt, die Rauchkammer von Ruß und der Lösche befreit, wird die Lokomotive in den Schuppen gefahren. Die Feuermänner versorgen die Maschine und legen am nächten Morgen das Feuer zur Fahrt an, machen Dampf und richten die Lokomotive zur Arbeit her. Schnaufend steht das Dampfroß zur neuen Fahrt bereit. Lokführer und Heizer übernehmen nach genauer Prüfung ihre Lokomotive und setzen sie vor den Zug, in dem sich hunderte von Reisenden ihrerer Führung anvertrauen.

Die Reichsbahn besitzt rund 23 000 Lokomotiven. Die Lokomotiven errreichen durchschnittlich ein Alter von 14,5 Betriebsjahren. 64 800 Lokomotivführer und Heizer tun bei der Reichsbahn Dienst, und neben ihnen ist ein Personal von 36 000 Betriebsarbeitern und Handwerkern im Lokomotivdienst tätig.*

Güterzugdienst

Ob Werktag oder Feiertag, unaufhörlich rollen die Räder der Güterzüge über die Strecken der Heimat. Wasserscheiden und Gebirge überwindet der Schienenstrang, die Städte der Reiches verbindend.*

Anschlußgleise der Reichsbahn

Zu den wichtigsten Bindegliedern zwischen Verkehrstreibenden und Eisenbahn gehört das Anschlußgleis, daß die industriellen Werke mit den Gleisen der Bahn verbindet und einen unmittelbarer Übergang der Güterwagen von der Eisenbahn bis in die Werkanlagen vermittelt. Von den mancherlei Vorteilen der Anschlußgleise sind Beschleunigung und Beförderung von Haus zu Haus infolge der damit verbundenen Kostenersparnis die wichtigsten. Die wirtschaftliche Bedeutung der Anschlußgleise für den Verkehrstreibenden darf nicht unterschätzt werden. Im Deutschen Reich gibt es rund 13 600 Anschlüsse mit einer Güterlänge von etwa 11 700 Km.*

Reichsbahn und Landschaft

Schafherde am Bahnübergang

Obstbäume an Landstraßen und Wegen sind ein Kennzeichen der ostdeutschen Landschaft. Vielenorts ist auch in Ostdeutschland wieder die Schafzucht zur Geltung gekommen. Wenn eine Herde einen Bahnübergang überquert, bedarf es besonderer Umsicht des Hirten, denn nur geraume Zeit vor einer möglichen Zugfahrt darf er die ihm anvertrauten Tiere über den Bahnübergang führen.*

Aus dem Betriebe der Reichsbahn

Rangierfunk

Die Verständigung bei der Rangierarbeit auf kilometerlangen Entfernungen, bei Nacht und Nebel ist von großer Wichtigkeit. Um die Verbindung zwischen dem Lokomotivführer auf der Rangierlokomotive und dem Rangierleiter am Ablaufberg zu vervollkommnen, hat die Reichsbahn auch die drahtlose Telegraphie nutzbar gemacht.

Die Verständigungsversuche werden mit zwei verschiedenen Systemen angestellt. Bei dem System C. Lorenz A.-G. ( Bild ) befindet sich auf der Lokomotive am Schlot eine kleine Rahmenantenne und eine Empfangsanlage mit Verstärker und Lautsprecher, der dem Lokführer laut vernehmbare Morsezeichen gibt, wenn der Rangierleiter die Sendetaste des bei dem Ablaufberg stehenden Sendeapparates kürzer oder länger drückt. Es können hierbei beliebig viele Zeichenzusammenstellungen vereinbart werden, die verschiedene Bedeutungen haben, z.B.: Langsamdrücken, Schnelldrücken und Halt. Diese Anlage wird auf den Bahnhöfen Erfurt, Saalfeld, Hamm und Halle ( Saale ) erprobt.

Bei dem System " Telefunken ", mit dem auf dem Bahnhof Pankow und Hochfeld- Süd Versuche angestellt werden, wird einseitig wirkende drahtlose Telephonie verwendet. Dem Lokomotivführer werden die Rangierbefehle zugesprochen. Der Empfänger auf der Lokomotive hat einen Lautsprecher, die Besprechungsstelle der Sendeanlage befindet sich auf dem Ablaufberg.

Beide Systeme arbeiten mit Antennen, die längst der Rangiergleise gespannt sind, so daß für den geringen Luftraum, der zwischen Antenne und Rangierlokomotive verbleibt, kleine Sendeenergie nötig sind.*

Reichsbahn und Wirtschaft

Transport von Seefischen

Seefische sind eines der wichtigsten und wohlfeilsten Volksnahrungsmittel geworden. In der Beförderung dieses leicht verderblichen Gutes hat die Reichsbahn wichtige Aufgaben zu übernehmen. Schnellste Beförderungsgelegenheit in besonderen Fischzügen mit Spezialkühlwagen ermöglichen an fast allen größeren Plätzen Deutschlands den Verkauf frischer Seefische bereits am Tage nach der Löschung im Hafen. Gleichzeitig sucht die Reichsbahn in tariflichen Begünstigungen der deutschen Seefischwirtschaft den Absatz und Wettbewerb zu erleichtern. In dem Bestreben, die Umschlagsarbeit möglich gering zu halten, sind die Eisenbahnanlagen in den Fischereihäfen mit den Hafenanlagen eng verbunden. Die Eisenbahngleise führen unmittelbar an die Auktionshallen heran, so daß die Waren sofort nach der Versteigerung dem Seefischsonderzug übergeben werden können. Die Beförderungspläne für diese Fischzüge sind so aufgestellt, daß z. B. in Cuxhaven in der 16. Stunde verladene Fischsendungen bereits in der 6. Stunde am anderen Tage auf den Empfangsbahnhöfen im Rheinland und Ruhrgebiet abnahmebereit gestellt werden können. Die schnelle Beförderungsgelegenheit für Seefische auf der Reichsbahn begünstigt zudem den Absatz im Ausland, so in der Tschechoslowakei, in Östereich und der Schweiz.*

Aus dem Betriebe der Reichsbahn

Die Bahnschranke

Altertümlich und an die gute alte Zeit des Schlagbaumes erinnernd, mutet heute den Großstädtern der Schrankenbaum an, der den Bahnkörper von der Straße abschließt, sobald ein Zug auf dem Schienenstrang naht. Die Reichsbahn bemüht sich zwar bei allen Bahnhofsum- und -neubauten und im Zuge verkehrsreicher Landstraßen,den Wegübergang in Schienenhöhe zu beseitigen und durch Über- oder - Unterführungen zu ersetzen. Doch im gesamten Reichsgebiet bestehen noch nahezu 34.000 Übergänge, die durch Schranken abgeschlossen werden. Sie sind für den Straßenverkehr zweifellos unbequem und schützen ihn auch nicht unbedingt vor jeder Gefahr. Ihre Beseitigung ist im Grunde eine Kostenfrage, die schwer zu lösen ist, bei der auch die Wegeeigentümer und Wegebenutzer werden mitzuhelfen haben.

So wird der Kraftverkehr damit rechnen müssen, daß er auch weiterhin, besonders auf dem flachen Lande, hin und wieder durch Schrankenbäume aufgehalten wird, die ihm durch weithin erkennbare Warnzeichen angekündigt werden und ihn zur vorsichtigen Annäherung mahnen.*

Die deutschen Privatbahnen und Kleinbahnen

Die Wagenübergabe

Die deutschen Privatbahnen und Kleinbahnen stehen in engster Zusammenarbeit mit der Deutschen Reichsbahn. Tausende deutscher Eisenbahner gehören zu den nicht- reichseigenen Eisenbahnen. Ebenso wie die Eisenbahner der Deutschen Reichsbahn vollbringen sie  im rastlosen Dienst Leistungen, deren Auswirkung der Versorgung der Bevölkerung zugute kommt. Deutschen Arbeitern der Stirn und Faust, die im Zeichen des Flügelrades ihren Lebensberuf gefunden haben, gebührt der Verdienst in unverdrossener Pflichterfüllung Tag und Nacht zum Wohle unseres Volkes tätig zu sein.*

Der Personenverkehr der Reichsbahn

Sonntagssonderzüge und Wochenendzüge

Zur Erleichterung des Ausflugsverkehrs an Sonntagen gewährt die Reichsbahn nicht nur eine Fahrpreisermäßigung in Form von Sonntagsrückfahrkarten, sie läßt auch nach entfernter gelegenen, landschaftlich und kulturell hervorragenden Orten und Gegenden der deutschen Heimat Sonntagssonderzüge und Wochenendzüge mit Fahrpreisermäßigung fahren, die eine erfreuliche Belebung des Reiseverkehrs gebracht haben. Diese Fahrten haben neben der verkehrspolitischen auch eine nationale Bedeutung, verstärkt sich doch auch bei den Reisenden das Heimatgefühl und das Verständnis für die berechtigte Eigenart anderer deutscher Volksstämme und Volksschichten. Die Reichsbahn läßt die  Sonderfahrtteilnehmer während der Fahrt durch Begleitbeamte betreuen und sorgt für eingehende Vorbereitung der Führungen und der etwaigen sonstigen Veranstaltungen am Zielort in enger Zusammenarbeit mit den dortigen Verkehrsvereinen. So wird es breiten Schichten der Bevölkerung möglich, in einem oder mehrere Tage entfernter liegende Ausflugsziele zu besuchen und sich dabei zu erholen. Besonderen Anklang haben unter den zahlreichen Sonderfahrten, die von allen Teilen des Reichsbahnnetzes ausgingen, zweitägige Wochenendfahrten gefunden, z.B. von Kassel über Bremen und Hamburg nach Helgoland; an jeder dieser Sonderfahrten beteiligten sich durchschnittlich 1000 Personen.

Im Jahre 1927 wurden 707 Sonntagssonderzüge und Wochenendzüge gefahren. Die 562 Sonntagssonderzüge fuhren auf einer durchschnittlichen Entfernung von 296 Km, die 145 Wochendzüge nach durchschnittlich 531 Km entfernte Reisezielen. Insgesamt hatte im Jahre 2927 bei diese Fahrten 417 662 Personen den Genuß eines schönen und billigen Sonntags- oder Wochenendausfluges.*

Die Stückgutabfuhr

Die Forderung, den Güterwagenumlauf zu beschleunigen, gilt nicht nur für den Wagenladungsverkehr, sondern im gleichen Maße auch für den Stückgutverkehr. Von großer Wichtigkeit ist daher, daß die Güterschuppen, in denen die zahlreichen Einzelsendungen- Pakete, Kisten, Verschläge, Ballen usw.- nach der Entladung der Stückgutwagen im allgemeinen zunächst abgestellt werden, laufend entleert werden und so für den Inhalt neuer Stückgutwagen wieder Platz bieten. Soweit die Empfänger ihre Güter nicht selbst abholen, werden sie ihnen durch Speditionsfuhrwerke zugerollt. Dieser nach genauem Zeitplan organisierte Abfuhrdienst von den Stückgutschuppen erfüllt im Rahmen des Güterstraßenverkehrs eine bedeutsame Aufgabe. Von seiner planmäßigen Durchführung hängt auch die schnelle Räumung der Güterschuppen und damit die Umlaufdauer der Stückgutwagen ab. Während des Krieges sind die Lastkraftwagen und sonstigen Kraftfahrzeuge, die früher die zu den Güterbahnhöfen führenden Straßen belebten, zum Teil wieder durch Pferdefuhrwerke ersetzt worden.*

 

 

Aus dem Betriebe der Reichsbahn

Triebwagen im Güterschnellverkehr

Die seit dem Jahre 1929 bei der Deutschen Reichsbahn in immer steigendem Maße eingesetzten leichten Güterzüge ( " Leig ") leisteten im Sommer 1931 bereits über 26 000 Zugkm werktäglich, das sind etwa 9% der zugkilometrischen Leistungen aller dem Güternahverkehr dienenden Züge, oder über 12% der Nah- und Stückgüterzüge. Sie haben ganz erhebliche Beschleunugungen gebracht. Die Stückgüter werden heute im Leig mit der durchschnittlichen Fahrgeschwindigkeite von 45 Km/ Std. befördert. Die Nahgüterzüge sind durch den Fortfall zahlreicher Stückgutkurswagen, deren Gut jetzt im " Leig" läuft, ebenfalls beweglicher und damit betrieblich wirtschaftlicher geworden. Je schneller gefahren wird, desto günstiger wird die Verkehrsbedienung, der Umlauf des rollenden Materials und der Personalverbrauch. Die Erfolge der Leig beruhen darauf, daß sie nur einen großen Laderaum haben, der sich als fahrbarer Güterschuppen für die Verwendung von Hubpaletten und Behältern aller Art und die Ordnung der Güter während der Fahrt gut eignet. Der Leig ist kurz, daher betrieblich ohne langwierige Rangierbewegungen auf kürzestem Wege an Schuppen und Rampen zu bringen.

Beim Gütertriebwagen, der zunächst als Versuch gebaut wird, ist die lange schwere Dampfmaschine, die bei Richtungswechsel umsetzen muß, verschwunden. Der 150- PS- Maybach- Dieselmotor ist im Wagen selbst untergebracht. Mit ihm können 4 Geschwindig- keitsstufen bis zur Höchstgeschwindigkeit von 65 Km/ Std. erreicht werden. Der Laderaum dieser ersten Versuchsfahrzeuge umfaßt 76 cbm, das Ladegewicht beträgt 15 t. Die Versuche mit den neuen Gütertriebwagen werden seit Ende 1939 in den Bezirken Köln und Münster gemacht und verlaufen günstig.*

 

 

Der Güterverkehr der Reichsbahn

Düngemittel

Düngemittel aller Art stehen unter den Hauptgütergruppen an 7. Stelle und machen mengenmäßig etwa 3,5 v. H. des Güterverkehrs aus. Die Gewinnung von Düngemitteln ist eine wichtige deutsche Wirtschaftsaufgabe und zu einem Haupttätigkeitszweig der chemischen Großindustrie geworden. Deutschland steht mit der Erzeugung von etwa 2,5 Millionen Tonnen künstlichen Düngers an 2. Stelle in der ganzen Welt hinter den Vereinigten Staaten von Amerika, deren Erzeugung etwa 4 Millionen Tonnen beträgt. Die Düngemitteltransporte befruchten daher den Güterverkehr der Reichsbahn sehr stark, werden doch dafür im Jahre 1928  756.459 Wagen gestellt, d.s. 1,65 v. H. der gesamten von der Reichsbahn gestellten Wagen. Der Düngemittelverkehr ist hauptsächlich Saisonverkehr und hat seine Spitzen voenehmlich in den ersten drei Monaten des Jahres und im Herbst.*

 

 

Was dir die Reichsbahn sein will

Holzverladung

Holz steht unter den Güterarten, die mit der Reichsbahn befördert werden, mengenmäßig an sechster Stelle. In allen Formen, in ganzen Stämmen auf Spezialwagen, als Schnittholz, als Grubenholz, befördert die Reichsbahn die Erzeugnisse des deutschenWaldes zum Verwendungsort.*

 

 

Reichsbahn und Landschaft

Holzverladung

An Hauptbahnen versieht die Reichsbahn auch den Übergang von Feldwegen mit Schranken und Bahnwärterposten. Liegen diese Wegübergänge fernab einer Siedlung, so ist für den Bahnwärter und seiner Familie ein Bahnwärterhaus dicht neben der Strecke errichtet, in dem Dienstraum und Wohnung vereinigt sind. Mit dem Boden seiner Lanschaft verbunden, betreibt der Bahnwärter außerhalb des Dienstes, wirksam unterstützt von seiner Familie, Kleintierzucht und einen kleinen Acker- oder Gartenbau. Mag er oft auch in einsamer Landschaft seine Pflicht erfüllen, so ist auch er durch den rastlosen Betrieb auf den vorbeiführenden Schienensträngen eingschaltet in den großen und stolzen Berufsstand der Männer vom Flügelrad.*